Pädagogische Schwerpunkte

1. Gesundheitsbewusstsein

Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht die bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen. (Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO).

Gesundheit ist nichts Starres sondern voller Dynamik, muss täglich neu erworben, erhalten und gesteigert werden. Wir wollen in unserer Schule mit dazu beitragen, dass die Kinder Gesundheit als einen der wichtigsten Grundsteine des menschlichen Lebens und Zusammenlebens erkennen.

Einige Faktoren (körperliche und seelisch-geistige) für ein gesundes Leben seien an dieser Stelle genannt:

- ausreichende körperliche Betätigung
- gesunde Ernährung
- ausreichend Schlaf
- Zeiten der Ruhe und Entspannung
- intakte, soziale Beziehungen (Freundeskreis, Mitschüler)
- keine dauernde Überforderung (Stressvermeidung)
- Selbstachtung und Selbstvertrauen
- Erfolg  und Anerkennung (Lob)
- Konfliktfähigkeit und Versöhnungsbereitschaft, Frustrationstoleranz
- Gesundheitsförderliche Lernbedingungen
- Verantwortungsvoller Umgang mit Medien (siehe Medienkonzept)

Viele dieser genannten Faktoren versuchen wir in unseren täglichen Schulalltag zu integrieren und den Kindern bewusst zu machen.

Neben dem persönlichen Engagement des Kollegiums helfen uns auch folgende an der Schule fest installierte Projekte, die verschiedenen Aspekte der Gesundheits-förderung intensiv in den Schulalltag bzw. das Unterrichtsgeschehen zu integrieren.

-  Gemeinsames Frühstück vor der 1. Hofpause in allen Klassen
-  „Klasse 2000“: Projekte zur Gesundheitsvorsorge, Drogenprävention und zur  

Förderung der Sozialkompetenz in den Klassen 1- 4

-  „Landfrauen kochen in der Schule“:  Projekt zur praktischen Zubereitung von Nahrungsmitteln und zur gesunden und bewussten Ernährung in den Klassen 3 und 4
-  Gesundheitsamt: Projekte zur Gesundheitsvorsorge und Zahnprophylaxe
-  Teilnahme am Schulobst-Programm im Schuljahr 2014/15
-  Gesundes Frühstück für alle Kinder – vierteljährlich von den Eltern zubereitet
-  Mineralwasser in den Klassen für alle Schüler

Von diesen genannten Punkten ist für uns der Aspekt der „ausreichenden körperlichen Betätigung“ ein sehr wichtiger Baustein zur Förderung des Gesundheitsbewusstseins.

Wir räumen daher der „Bewegung“ an unserer Schule einen hohen Stellenwert ein.  Dies spiegelt sich wieder in dem nächsten pädagogischen Schwerpunkt: Bewegungsfreudige Schule

2. Bewegungsfreudige Schule

Bewegung ist ein grundlegendes Bedürfnis eines jeden Kindes. Über Bewegung erkunden, entdecken und gestalten Kinder ihre Welt. Bewegung ist für sie ein Mittel des Ausdrucks und der Verständigung.

In der Bewegung erfahren und erleben sie sich selbst in der Vielfalt, aber auch in der Begrenzung ihrer Handlungsmöglichkeiten. Bewegung ist für eine ausgewogene körperliche und geistige Entwicklung unverzichtbar.

Die heutige kindliche Erlebniswelt ist durch ein zunehmendes Maß an Bewegungsmangel gekennzeichnet. Immer mehr Kinder verfügen bereits bei der Einschulung nicht mehr über ausreichende Bewegungserfahrungen. Die negativen Folgen sind neben Bewegungs- und Haltungsbeeinträchtigungen zunehmend auch psychomotorische und soziale Verhaltensauffälligkeiten.

Durch die Integration von mehr Bewegung in der Schule wollen wir versuchen, dieser Problematik entgegenzuwirken, ganzheitliche Lernerfahrungen der Kinder zu sichern und deren Entwicklung nachhaltig zu fördern.

Dabei ist Bewegung nicht nur Sache eines einzelnen Faches (z.B.: Sportunterricht), sondern soll in allen Handlungsfeldern der Schule verwirklicht werden. Bewegung wird zu einem festen Element des gesamten Unterrichts, zu einem unverzichtbaren Bereich des Schullebens,

Bausteine unserer bewegungsfreudigen Schule sind / bzw. sollen sein:

1. Der Sportunterricht
-  mit den Schwerpunkten Spiel, Sport, Bewegung und Körpererfahrung
 -  die 3. Sportstunde verbindlich für alle Klassen (dies wird ermöglicht durch die Einführung der Kontingentstundentafel, Beschluss der Gesamtkonferenz  vom 03.07.08)
-  Schwimmunterricht im 3. Schuljahr
-  Arbeitsgemeinschaft mit verschiedenen Angeboten

2. Die Pausen
- Schulhof und Schulgelände (Spielplatz, Multifunktionsanlage und Sportwiese) als vielfältiger Spiel- und Bewegungsraum mit den Möglichkeiten zum Hüpfen, Weitspringen, Basketball- und Fußball spielen, Klettern, Balancieren, Schaukeln u.ä.
- Angebot von diversen Fahrzeugen und Spielgeräten in einem Holzhaus am Rand des Schulhofes
- im Winterhalbjahr darf jede Klasse 1x pro Woche während der Pause in der Pausenhalle spielen

3. Der „Offene Anfang“  -  Das „Offene Ende“
- Spielangebote in der Pausenhalle für den „offenen Anfang“ und das „offene Ende“

4. Der Unterricht
-  Bewegung findet auch im Klassenraum statt
-  Unterrichtsinhalte werden mit / durch Bewegung erschlossen (themenbezogenes Bewegen im Unterricht)
-  Ermöglichen von individuellen Bewegungszeiten im regulären Unterricht (tägliche Bewegungszeit)
-  Stilleübungen und Entspannungsformen im ausgewogenen Wechsel zur Bewegung

5. Die Betreuung im Rahmen der VGS (Klassen 1 und 2)
-  Nutzung der Sporthalle an 2 Tagen
-  Nutzung des Außengeländes mit den in Punkt 2 beschriebenen Möglichkeiten

6. Betreuung im Rahmen der offenen Ganztagsschule (Klassen 1 – 4)
- Kooperationen mit Sportvereinen, so dass jeden Tag ein sportliches Angebot auf dem Programm steht

7. Spiel- und Sportfeste
Den jährlich stattfindenden Spiel- und Sportfesten liegen die Überlegungen zu Grunde, dass die Bewegungsbedürfnisse aller Kinder berücksichtigt werden und auch alle Kinder ihre persönlichen „Erfolge“ bescheinigt bekommen. (z.B. durch Klassenurkunden und Einzelurkunden).

Dabei ist für uns auch das Bedürfnis sportliche Leistung erbringen und sich mit Anderen messen zu wollen ein wichtiger Aspekt. Folgende Spiel- und Sportfeste führen wir jährlich durch:
- Staffel-Meisterschaften für alle Klassen
- Sportfest  für Klasse 1 und 2
- Bundesjugendspiele ab Klasse 3
- Erwerb des Laufabzeichens der Stufen 1, 2 und 3 ab Klasse 1
- Sponsorenläufe für einen wohltätigen Zweck für alle Klassen